Donnerstag, 12. Juli 2012

Lieber Papa,


[12/07/12] 
heute genau vor einem Jahr hat die schlimmste Zeit meines Lebens begonnen! Denn genau vor 8760 Stunden hast du für immer deine Augen zu gemacht und uns für immer verlassen. Noch heute kann ich nicht wirklich damit umgehen. Das ging einfach alles so schnell und so plötzlich!

Du fehlst mir und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an dich denke und mir wünsche, das du zurück kommst! Ich will meinen Papa wieder haben!!! :'(


22 Jahre hast du mich begleitet und mir gezeigt, wie wichtig Familie und Freunde sind. 22 Jahre warst du da für mich und ich hatte nicht einmal die Chance mich bei dir dafür zu bedanken und zu revanchieren. Selbst an dem Tag, an dem dein Herz für immer aufgehört hat zu schlagen, hast du uns allen -nicht nur mir- eine wichtige Lektion fürs Leben mitgegeben: 

Es kann alles so schnell vorbei sein und man sollte einem Menschen, den man lieb, so oft wie nur möglich sagen, wie sehr man ihn liebt, denn irgendwann kann es zu spät sein!


Bitte verzeih mir, dass ich nicht all zu oft zu deinem Grab komme, aber ich bringe es nicht über das Herz, dich an einem Ort zu besuchen, wo du gar nicht zuhause bist! Du bist hier bei uns zuhause, nicht auf irgendeinem Friedhof in kalter liebloser Erde! Hier vor deinem geliebten Ofen ist dein Platz und das wird sich niemals ändern!

Außerdem bekomme ich die Bilder nicht aus dem Kopf, wie all die vielen Menschen verzweifelt vor deinem Grab standen und weinend nach dem WARUM? gefragt haben. So viel Trauer und Verzweiflung an einem Ort und mittendrin deine Tochter, die mit 23 Jahren immer noch davon träumt, dass du irgendwann einfach vor der Tür stehst und sagst, dass das alles nur ein blöder Streich war! 

Papa ich vermisse dich so sehr und es tut unendlich weh, dass du einfach gegangen bist, ohne dich zu verabschieden! Trotzdem habe ich mir vorgenommen, an jedem deiner noch kommenden Todestage zu lächeln, denn: Zwar wurde mir, mein Papa genommen, aber dafür ein Engel geschenkt!

Auch wenn ich es nicht oft genug gezeigt habe, bin ich mir trotzdem sicher, dass du weißt wie sehr ich dich liebe! Du wirst immer der beste Papa der Welt sein und ich werde nie aufhören von dir zu erzählen! Du hast es immer wieder geschafft, die Menschen zum lachen zu bringen, egal wie schlecht es ihnen ging und du schaffst es auch heute noch, wenn ich von meinen Pups-Papa erzähle. :) Du lebst für mich in genau diesen lustigen Geschichten und in dem Lächen der Menschen weiter!



Ich werde nie erfahren, warum du gehen musstest und ob ich die Möglichkeit gehabt hätte, das alles zu verhindern. Auch wenn es mir verdammt weh tut und es mir unendlich schwer fällt, so muss ich dich trotzdem "los lassen" und Abschied nehmen. Aber ich weiß, dass du immer in meinem Herzen bist und mich nie alleine lässt!

Papi ich liebe und vermisse dich so schrecklich und ich hoffe, dass wir uns irgendwann wiedersehen!

Deine stolze Tochter
Nadine





Zitat aus dem Lied: "Im Himmel braucht man keine Tränen. Davon bin ich überzeugt!"





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Nachwort: 
Ich habe diesen Brief veröffentlicht, um einfach zu zeigen, wie viel mir mein Papa bedeuten und wie sehr er mir fehlt! Jeder, der meinen Papa kannte, wird verstehen, warum ich noch heute so unter seinem Verlust leide. Ich möchte einfach meine Gefühle und Erinnerungen an ihn, der Welt teilen. Ich bin unglaublich dankbar und stolz auf meinen Papa und warum sollte ich das für mich behalten? 


Und ich möchte mich hiermit nochmal bei allen Bedanken, die im letzten Jahr für mich da waren und die es noch heute sind! Am allermeisten möchte ich meiner aller besten Freundin Letty bedanken, die gerade am heutigen Tag für mich da ist und mir Kraft und Mut spendet! -Danke mein Schatz- <3


Liebe Grüße an meine Leser
Eure Bloggerin
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Dienstag, 3. April 2012

Bewegende Videos und Filme (1)

Heute bin ich bei Youtube auf ein Video gestoßen, das mich so tief berührt hat, wie noch kein anderes vergleichbares Filmmaterial. Ich bin noch immer so gerührt und zugleich sehr traurig!




In den ersten Momenten des Videos habe ich nach einer logischen und natürlichen Erklärung für das Verhalten der Katze gegenüber dem toten Lebewesen gesucht.
Meine Erkenntnisse am Anfang waren:

  • Sicher ist die lebende Katze krank und handelt unkontrolliert (evtl. Begattung der toten Katze? Psychisch/Neurologisch erkrankt?)
  • Katzen bzw. andere Lebewesen können doch nicht so fühlen wie wir...

Nach dem Video dachte ich darüber anderes. Das war (meiner Meinung nach) kein unkontrolliertes bzw. krankhaftes Verhalten... Das war Leid! Was genau die Katze in dem Moment gefühlt/gedacht haben muss, kann ich nicht sagen, aber für mich sah es danach aus, als wolle die Katze ihrem toten Freund sagen:


-Komm, steh auf! Wach jetzt auf! Bitte wach jetzt auf!!!-
als die andere Katze dies nicht tat, dachte sie/er vielleicht:
-Gut, dann bleibe ich an deiner Seite und warte!-


Dieser ergreifende Moment zog sogar Menschen an, die dabei zusahen und darüber sprachen. Die einzelnen Kommentare des Videos zeigen, dass auch bis heute, die Menschen davon unglaublich gerührt sind... Was mir dieser Film gezeigt hat?

 Tiere können fühlen! Tiere können Lieben, Trauern und Hoffen! 

Mit Tränen in den Augen
Eure Madame Jokoba :'(

Samstag, 3. März 2012

Wir werden dich nie vergessen Nini

Ich kann nicht in Worte fassen, wie es in mir ausschaut. Ich fühle mich leer und durcheinander! Als ich heute Mittag erfahren habe, dass Du von uns gegangen bist, ist meine Welt für eine kurze Zeit stehen geblieben. Je mehr ich darüber nachdenke, um so mehr tut es weh. Ich versuche mich abzulenken, aber egal was ich tue, egal was ich sehe, Du bist allgegenwärtig. Es schmerzt so sehr und nimmt mir die Luft.

Auch wenn Du mein Vertrauen gebrochen hast, ich kann Dir nun nicht mehr böse sein. Jeder macht Fehler und niemand ist Perfekt! Immerhin hatten wir eine tolle Zeit miteinander, auch wenn ich dir sehr sehr oft auf die Nerven gegangen bin :) Ich habe es gerne gemacht! Wenn wir uns trafen, hatten wir meistens ganz viel Spaß und haben viel gelacht. Auch wenn wir in letzter Zeit keinen Kontakt mehr hatten, warst Du mir nie egal und es tat mir immer weh, wenn ich wieder schlechte Nachrichten über Dich erfahren habe. Mir bleibt einfach die Frage nach dem WARUM!



Du hast die Menschen aufgebaut, wenn es ihnen nicht gut ging und Du hast gemerkt, wenn man einfach mal in den Arm genommen werden wollte. Du warst ein Sonnenschein und hast die Leute zum Lachen gebracht und viel Kraft gegeben. Doch dann fingst Du an Dich selber zu vergessen und hast Dich verändert. Dadurch haben viele Deiner Freunde den Kontakt zu Dir gemindert, aber nicht um Dir zu schaden. Einsamkeit erfüllte langsam Dein Leben und daran bist Du wahrscheinlich zerbrochen. Die Fehler, die Du gemacht hast, waren nicht mutwillig; das war ein Schrei nach Hilfe. Du warst nicht mehr die Nini, die ich damals kennen gelernt habe. Du warst mir fremd... Warum hast Du Dich so kaputt gemacht? Warum hast Du nicht auf dein Herz gehört? Warum hast Du keine Hilfe gesucht?

Genau an deinem Geburtstag bist Du von uns gegangen und das zerreist mein Herz. Du wärst heute 29 Jahre alt geworden und dann hast du uns einfach alleine gelassen mit all den offenen Fragen... Mit Deinem Tod bekommst Du nun die Aufmerksamkeit der Leute, die Du so dringend viel früher gebraucht hättest! Jetzt ist es dafür aber leider zu spät! Es musste so kommen, sagen die Leute. Dann frage ich mich; wenn sie es wussten, warum haben sie es nicht verhindert? Warum haben sie Dich alleine gelassen?

Wie gern würde ich Dich noch mal in den Arm nehmen! Du warst ein ganz toller Mensch und ich danke Dir für die tolle Zeit die wir miteinander hatten. Ich danke Dir, dass Du für mich da warst und mich ein Stück in meinem Leben begleitet hast. Ich werde Dich niemals vergessen!!!

Ich hab dich lieb Püppi
Dein Schnäutzelchen



Wo Worte fehlen,
das Unbeschreibliche zu beschreiben,
wo die Augen versagen,
das Unabwendbare zu sehen,
wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können,
bleibt einzig die Gewissheit,
dass Du für immer in in unseren Herzen weiterleben wirst.




Montag, 23. Januar 2012

Unsere Welt braucht dringend Hilfe!

Warum mache wir unsere Welt nur so grau? Warum spielen wir tagtäglich Gott und treffen Entscheidungen, zu denen wir gar kein Recht haben? Warum begegnen mir so viele traurige Gesichter? Warum jammern gerade wir über jedes Wehwehchen?

Wir beschweren übers Wetter, über Politik, über Geld, über dies und das. Es dreht sich dabei immer nur um einen selber, aber alle verblenden, dass es in unserer Welt Menschen gibt, die nicht meckern aber das größte Recht dazu hätten.

Niemand denkt z.B. an die Frau, die durch einen Unfall alles verloren hat. Ihre Kinder! Ihren Mann!
Niemand denkt an den hungernden Jungen in Afrika, der völlig am Ende seiner Kräfte ist, und die Mutter, die nichts für ihn tun kann, weil sie noch 4 weitere Kinder hat, deren Hoffnung, zu überleben, größer ist. So etwas durch zumachen, zu sehen wie das eigene Kind, bedeckt von Fliegen, aus Hunger stirbt, ist für eine Mutter schmerzhafter, als der eigene Tod.
Niemand denkt an die Familie, dessen Kind im Wald, nach vielen Monaten der Hoffnung, getötet aufgefunden wurde.
Niemand denkt an die Kriegsopfer und die Kriegsgefallenen und an deren Familie, die, die letzten Worte des Soldaten am Flughafen noch im Ohr haben.

Und was ist mit den Menschen, die, durch eine Krankheit, nur noch eine gewisse Zeit zu leben haben? Fragt sich denn keiner wie diese Menschen denken und fühlen? Ich denke sie leben, soweit sie es können, ihr Leben intensiver, sehen Dinge mit anderen Augen, fühlen mehr und vielleicht genießen sie jeden einzelnen Moment der ihnen gegönnt ist! In solchen Momenten bleibt einfach keine Zeit um sich über irgendwelche Dinge aufzuregen, die man eh nicht ändern kann. Wenn wir über Regen schimpfen, steht vielleicht irgendwo ein andere Mensch und genießt jeden Tropfen auf der Haut und den Geruch von frischem Regen, weil er vielleicht den nächsten Schauer nicht mehr erlebt.

Während wir im Bett liegen und nicht schlafen können, weil wir wütend, traurig, aufgewühlt oder überfordert von unserem Alltag sind, schläft woanders ein Mensch nach langer, schwerer Krankheit, für immer ein.
Wie viele Menschen liegen Nachts aus ein und dem selben Grund wach? Aus Angst um ihre Familie!

Und wir regen uns über das Wetter, die Finanzen, die Politik und über andere Mitmenschen auf? Unter uns leben vergewaltigte, missbrauchte, gequälte, geschlagene, hungernde, kranke, hilflose, vernachlässigte, alleingelassene und ungeliebte Menschen und wir sorgen uns um das Wetter???

Jeder sieht nur den versoffenen Penner am Staßenrand, aber setzt sich mal dazu und redet einfach mal mit ihm. Keiner sieht die alten, einsamen Menschen in Pflegeheimen, die sich nicht mehr wünschen, als einfach nur mal ein Geprächspartner.

Die Welt kann nicht besser werden, wenn wir weiterhin auf dem Egotrip sind. Nichts kann besser werden. Weder der Frieden, die Armut noch das Klima. Warum ist es so schwer seinen Blick einmal von sich selbst zu lenken und die wirklichen Problem in unserer Welt zu beachten? Es sind schon viele da draußen, die jetzt, in diesem Moment, vielen Menschen helfen, aber es sind einfach noch viel zu wenige. Stattdessen verlassen wir uns darauf, dass diese Menschen schon allein klar kommen...

Sonntag, 15. Januar 2012

Wenn der Tod nicht mehr unsichtbar ist

Freitag der 13.01.12

Ein Tag, den ich wahrscheinlich nicht mehr vergessen werde. Der Tag, an dem in mit Vorhofflimmern ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Der Tag, der mich veränderte.

Ich hatte schon oft in meinem Leben Angst. Angst, eine Prüfung nicht zu schaffen. Angst, jemanden zu verlieren. Ja sogar angst im Dunkeln. Aber all diese Ängste sind nicht damit zu vergleichen, was ich am 13.01.12 gefühlt habe.

Ich habe seit diesem Tag, panische Angst davor zu sterben. Ich habe in nächster Zeit eine Untersuchung vor mir, die mit viel Vorsicht zu genießen ist.

Ein Vergleich:

Wahrscheinlichkeit von Komplikationen bei einer Blinddarmoperation: 15%
Wahrscheinlichkeit von Komplikationen bei meiner Untersuchung/Behandlung: 60%

Ich habe deshalb inzwischen wahnsinnige Angst davor, einfach nicht mehr aus der Langzeitnarkose aufzuwachen. Ich mache mir wahrscheinlich einfach zu viele Gedanken, aber wenn die Ärztin dich schon bittet, vor der Untersuchung eine Patientenverfügung zu unterschreiben und dich auch nicht anlügt, wenn es um das Thema; Komplikationen, geht, dann verunsichert mich das sehr.

Andererseits hat diese Angst auch etwas gutes!

Seit diesem Tag, ist mir mein Leben nicht mehr egal und ich sehe es mit anderen Augen! Mein leben ist wertvoll! Ich bin bisher einfach zu unbedacht damit umgegangen und habe meine Gesundheit als Selbstverständlichkeit hingenommen. Was soll mir schon passieren? habe ich immer gedacht. Aber nun merke ich, dass ich genauso wenig wie jeder andere Unsterblich bin. Ich habe nur dieses eine Leben und ich werde das beste daraus machen, so lange ich noch kann.

Jetzt wird sicher der ein oder andere denken: Mensch Mädchen, du bist erst 22 Jahre! Mach dir nicht so einen Kopf darüber...

Aber niemand hat mir die Garantie dafür gegeben, dass ich 100 Jahre alt werde. Nur weil ich erst 22 Jahre alt bin, heißt das nicht, dass es nicht morgen schon vorbei sein könnte. Der Tod ist allgegenwärtig und keiner hat die Macht dazu, ihn aufzuhalten. Wenn eine Uhr abgelaufen ist, dann kann das niemand verhindern. Nicht einmal Ärzte.

Ich werde meinen Körper nicht mehr so behandeln wie bisher. Zwar werde ich jetzt nicht alles was schädlich ist, sein lassen, aber in einem gewissen Maße genießen. Alkohol trinke ich eh nur sehr selten aber Party-Drogen und Zigaretten werde ich weniger müssen, wenn nicht sogar ganz sein lassen.

Depressionen, versuche ich erst gar nicht, zuzulassen. Denn ein Leben ist viel zu schön um sich dass von Melancholien versauen zu lassen.

Ich sollte aber mal meine Ärztin fragen, ob Sex für mich bzw. mein Herz schädlich sein könnte :/
Sollte dies nicht der Fall sein, werde ich mein Sex-leben neu gestalten! Ich will mir zwar nicht jeden Tag das Hirn rausvögeln lassen, aber ich lasse auch keine Erfahrung mehr aus...

Das ist mein Leben und ich werde jeden einzelnen Herzschlag genießen...



Mittwoch, 11. Januar 2012

Wer ich bin...

Zu meiner Person gibt es aus meiner Sicht nicht viel zu sagen, da man sich selber immer am schwersten Beschreiben kann.. Geht mir zumindest so! 

Also ich bin Jahrgang 1989 und bin in dem kleinen Städtchen Marburg geboren. Ich bin eine durchschnittliche Schülerin gewesen und habe eine Ausbildung als Rettungssanitäter abgeschlossen, arbeite aber nicht mehr in diesem Beruf.
Ich bin seit meinem 10. Lebensjahr in der Freiwilligen Feuerwehr und seit 2006 in der Einsatzabteilung als Oberfeuerwehrfrau tätig. 

Seit mehreren Jahren leide ich an schweren depressiven Episoden. Glücklicherweise kommen diese jedoch nicht so häufig vor, aber wenn, dann aber richtig... 

Meinen Alltag gestallte ich meistens mit meinen engsten Freunden, wodurch auch sehr lustige und merkwürdige Alltagserlebnisse entstehen, die ich hier niederschreiben werde! Jedenfalls ist mein Leben nie langweilig und leider auch nicht immer schön. Dafür habe ich einfach zuviel durchgemacht.