Warum mache wir unsere Welt nur so grau? Warum spielen wir tagtäglich Gott und treffen Entscheidungen, zu denen wir gar kein Recht haben? Warum begegnen mir so viele traurige Gesichter? Warum jammern gerade wir über jedes Wehwehchen?
Wir beschweren übers Wetter, über Politik, über Geld, über dies und das. Es dreht sich dabei immer nur um einen selber, aber alle verblenden, dass es in unserer Welt Menschen gibt, die nicht meckern aber das größte Recht dazu hätten.
Niemand denkt z.B. an die Frau, die durch einen Unfall alles verloren hat. Ihre Kinder! Ihren Mann!
Niemand denkt an den hungernden Jungen in Afrika, der völlig am Ende seiner Kräfte ist, und die Mutter, die nichts für ihn tun kann, weil sie noch 4 weitere Kinder hat, deren Hoffnung, zu überleben, größer ist. So etwas durch zumachen, zu sehen wie das eigene Kind, bedeckt von Fliegen, aus Hunger stirbt, ist für eine Mutter schmerzhafter, als der eigene Tod.
Niemand denkt an die Familie, dessen Kind im Wald, nach vielen Monaten der Hoffnung, getötet aufgefunden wurde.
Niemand denkt an die Kriegsopfer und die Kriegsgefallenen und an deren Familie, die, die letzten Worte des Soldaten am Flughafen noch im Ohr haben.
Und was ist mit den Menschen, die, durch eine Krankheit, nur noch eine gewisse Zeit zu leben haben? Fragt sich denn keiner wie diese Menschen denken und fühlen? Ich denke sie leben, soweit sie es können, ihr Leben intensiver, sehen Dinge mit anderen Augen, fühlen mehr und vielleicht genießen sie jeden einzelnen Moment der ihnen gegönnt ist! In solchen Momenten bleibt einfach keine Zeit um sich über irgendwelche Dinge aufzuregen, die man eh nicht ändern kann. Wenn wir über Regen schimpfen, steht vielleicht irgendwo ein andere Mensch und genießt jeden Tropfen auf der Haut und den Geruch von frischem Regen, weil er vielleicht den nächsten Schauer nicht mehr erlebt.
Während wir im Bett liegen und nicht schlafen können, weil wir wütend, traurig, aufgewühlt oder überfordert von unserem Alltag sind, schläft woanders ein Mensch nach langer, schwerer Krankheit, für immer ein.
Wie viele Menschen liegen Nachts aus ein und dem selben Grund wach? Aus Angst um ihre Familie!
Und wir regen uns über das Wetter, die Finanzen, die Politik und über andere Mitmenschen auf? Unter uns leben vergewaltigte, missbrauchte, gequälte, geschlagene, hungernde, kranke, hilflose, vernachlässigte, alleingelassene und ungeliebte Menschen und wir sorgen uns um das Wetter???
Jeder sieht nur den versoffenen Penner am Staßenrand, aber setzt sich mal dazu und redet einfach mal mit ihm. Keiner sieht die alten, einsamen Menschen in Pflegeheimen, die sich nicht mehr wünschen, als einfach nur mal ein Geprächspartner.
Die Welt kann nicht besser werden, wenn wir weiterhin auf dem Egotrip sind. Nichts kann besser werden. Weder der Frieden, die Armut noch das Klima. Warum ist es so schwer seinen Blick einmal von sich selbst zu lenken und die wirklichen Problem in unserer Welt zu beachten? Es sind schon viele da draußen, die jetzt, in diesem Moment, vielen Menschen helfen, aber es sind einfach noch viel zu wenige. Stattdessen verlassen wir uns darauf, dass diese Menschen schon allein klar kommen...