Montag, 23. Januar 2012

Unsere Welt braucht dringend Hilfe!

Warum mache wir unsere Welt nur so grau? Warum spielen wir tagtäglich Gott und treffen Entscheidungen, zu denen wir gar kein Recht haben? Warum begegnen mir so viele traurige Gesichter? Warum jammern gerade wir über jedes Wehwehchen?

Wir beschweren übers Wetter, über Politik, über Geld, über dies und das. Es dreht sich dabei immer nur um einen selber, aber alle verblenden, dass es in unserer Welt Menschen gibt, die nicht meckern aber das größte Recht dazu hätten.

Niemand denkt z.B. an die Frau, die durch einen Unfall alles verloren hat. Ihre Kinder! Ihren Mann!
Niemand denkt an den hungernden Jungen in Afrika, der völlig am Ende seiner Kräfte ist, und die Mutter, die nichts für ihn tun kann, weil sie noch 4 weitere Kinder hat, deren Hoffnung, zu überleben, größer ist. So etwas durch zumachen, zu sehen wie das eigene Kind, bedeckt von Fliegen, aus Hunger stirbt, ist für eine Mutter schmerzhafter, als der eigene Tod.
Niemand denkt an die Familie, dessen Kind im Wald, nach vielen Monaten der Hoffnung, getötet aufgefunden wurde.
Niemand denkt an die Kriegsopfer und die Kriegsgefallenen und an deren Familie, die, die letzten Worte des Soldaten am Flughafen noch im Ohr haben.

Und was ist mit den Menschen, die, durch eine Krankheit, nur noch eine gewisse Zeit zu leben haben? Fragt sich denn keiner wie diese Menschen denken und fühlen? Ich denke sie leben, soweit sie es können, ihr Leben intensiver, sehen Dinge mit anderen Augen, fühlen mehr und vielleicht genießen sie jeden einzelnen Moment der ihnen gegönnt ist! In solchen Momenten bleibt einfach keine Zeit um sich über irgendwelche Dinge aufzuregen, die man eh nicht ändern kann. Wenn wir über Regen schimpfen, steht vielleicht irgendwo ein andere Mensch und genießt jeden Tropfen auf der Haut und den Geruch von frischem Regen, weil er vielleicht den nächsten Schauer nicht mehr erlebt.

Während wir im Bett liegen und nicht schlafen können, weil wir wütend, traurig, aufgewühlt oder überfordert von unserem Alltag sind, schläft woanders ein Mensch nach langer, schwerer Krankheit, für immer ein.
Wie viele Menschen liegen Nachts aus ein und dem selben Grund wach? Aus Angst um ihre Familie!

Und wir regen uns über das Wetter, die Finanzen, die Politik und über andere Mitmenschen auf? Unter uns leben vergewaltigte, missbrauchte, gequälte, geschlagene, hungernde, kranke, hilflose, vernachlässigte, alleingelassene und ungeliebte Menschen und wir sorgen uns um das Wetter???

Jeder sieht nur den versoffenen Penner am Staßenrand, aber setzt sich mal dazu und redet einfach mal mit ihm. Keiner sieht die alten, einsamen Menschen in Pflegeheimen, die sich nicht mehr wünschen, als einfach nur mal ein Geprächspartner.

Die Welt kann nicht besser werden, wenn wir weiterhin auf dem Egotrip sind. Nichts kann besser werden. Weder der Frieden, die Armut noch das Klima. Warum ist es so schwer seinen Blick einmal von sich selbst zu lenken und die wirklichen Problem in unserer Welt zu beachten? Es sind schon viele da draußen, die jetzt, in diesem Moment, vielen Menschen helfen, aber es sind einfach noch viel zu wenige. Stattdessen verlassen wir uns darauf, dass diese Menschen schon allein klar kommen...

Sonntag, 15. Januar 2012

Wenn der Tod nicht mehr unsichtbar ist

Freitag der 13.01.12

Ein Tag, den ich wahrscheinlich nicht mehr vergessen werde. Der Tag, an dem in mit Vorhofflimmern ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Der Tag, der mich veränderte.

Ich hatte schon oft in meinem Leben Angst. Angst, eine Prüfung nicht zu schaffen. Angst, jemanden zu verlieren. Ja sogar angst im Dunkeln. Aber all diese Ängste sind nicht damit zu vergleichen, was ich am 13.01.12 gefühlt habe.

Ich habe seit diesem Tag, panische Angst davor zu sterben. Ich habe in nächster Zeit eine Untersuchung vor mir, die mit viel Vorsicht zu genießen ist.

Ein Vergleich:

Wahrscheinlichkeit von Komplikationen bei einer Blinddarmoperation: 15%
Wahrscheinlichkeit von Komplikationen bei meiner Untersuchung/Behandlung: 60%

Ich habe deshalb inzwischen wahnsinnige Angst davor, einfach nicht mehr aus der Langzeitnarkose aufzuwachen. Ich mache mir wahrscheinlich einfach zu viele Gedanken, aber wenn die Ärztin dich schon bittet, vor der Untersuchung eine Patientenverfügung zu unterschreiben und dich auch nicht anlügt, wenn es um das Thema; Komplikationen, geht, dann verunsichert mich das sehr.

Andererseits hat diese Angst auch etwas gutes!

Seit diesem Tag, ist mir mein Leben nicht mehr egal und ich sehe es mit anderen Augen! Mein leben ist wertvoll! Ich bin bisher einfach zu unbedacht damit umgegangen und habe meine Gesundheit als Selbstverständlichkeit hingenommen. Was soll mir schon passieren? habe ich immer gedacht. Aber nun merke ich, dass ich genauso wenig wie jeder andere Unsterblich bin. Ich habe nur dieses eine Leben und ich werde das beste daraus machen, so lange ich noch kann.

Jetzt wird sicher der ein oder andere denken: Mensch Mädchen, du bist erst 22 Jahre! Mach dir nicht so einen Kopf darüber...

Aber niemand hat mir die Garantie dafür gegeben, dass ich 100 Jahre alt werde. Nur weil ich erst 22 Jahre alt bin, heißt das nicht, dass es nicht morgen schon vorbei sein könnte. Der Tod ist allgegenwärtig und keiner hat die Macht dazu, ihn aufzuhalten. Wenn eine Uhr abgelaufen ist, dann kann das niemand verhindern. Nicht einmal Ärzte.

Ich werde meinen Körper nicht mehr so behandeln wie bisher. Zwar werde ich jetzt nicht alles was schädlich ist, sein lassen, aber in einem gewissen Maße genießen. Alkohol trinke ich eh nur sehr selten aber Party-Drogen und Zigaretten werde ich weniger müssen, wenn nicht sogar ganz sein lassen.

Depressionen, versuche ich erst gar nicht, zuzulassen. Denn ein Leben ist viel zu schön um sich dass von Melancholien versauen zu lassen.

Ich sollte aber mal meine Ärztin fragen, ob Sex für mich bzw. mein Herz schädlich sein könnte :/
Sollte dies nicht der Fall sein, werde ich mein Sex-leben neu gestalten! Ich will mir zwar nicht jeden Tag das Hirn rausvögeln lassen, aber ich lasse auch keine Erfahrung mehr aus...

Das ist mein Leben und ich werde jeden einzelnen Herzschlag genießen...



Mittwoch, 11. Januar 2012

Wer ich bin...

Zu meiner Person gibt es aus meiner Sicht nicht viel zu sagen, da man sich selber immer am schwersten Beschreiben kann.. Geht mir zumindest so! 

Also ich bin Jahrgang 1989 und bin in dem kleinen Städtchen Marburg geboren. Ich bin eine durchschnittliche Schülerin gewesen und habe eine Ausbildung als Rettungssanitäter abgeschlossen, arbeite aber nicht mehr in diesem Beruf.
Ich bin seit meinem 10. Lebensjahr in der Freiwilligen Feuerwehr und seit 2006 in der Einsatzabteilung als Oberfeuerwehrfrau tätig. 

Seit mehreren Jahren leide ich an schweren depressiven Episoden. Glücklicherweise kommen diese jedoch nicht so häufig vor, aber wenn, dann aber richtig... 

Meinen Alltag gestallte ich meistens mit meinen engsten Freunden, wodurch auch sehr lustige und merkwürdige Alltagserlebnisse entstehen, die ich hier niederschreiben werde! Jedenfalls ist mein Leben nie langweilig und leider auch nicht immer schön. Dafür habe ich einfach zuviel durchgemacht.